Archiv: 27/05/2026

13. Mai 2026 – Tagesfahrt zur Straußenfarm Gemarkenhof und Linz am Rhein

Pünktlich mit vollbesetztem Bus führte die Fahrt über Remagen zur Straußenfarm. Auf der Farm leben ca. 500 Strauße. Sie erstreckt sich über ca. 270.000 m² Fläche. Begrüßung und Führung per Bimmelbahn übernahm Ralf Schuhmacher. Sehr lebhaft wurde eine Straußenfamilie vorgestellt, die aus 3 Tieren besteht: Ein Männchen, eine Ehefrau und eine Geliebte. Wie wir erfahren haben, kann die Lebenserwartung von den Weibchen bis zu 80 Jahre betragen, die der Männchen meist nur 40 Jahre.

Weiter ging die Fahrt zum „Jugendclub“ mit jeweils 40 Tieren pro Gehege im Alter von einem knappen Jahr. Hier wurde erklärt, wie „ausgebüchste“ Tiere wieder eingefangen werden. Der nächste Stopp am „Kindergarten“ zeigte das Laufvermögen dieser kleinen Strauße.

Danach folgte die Führung in den Brutraum. Es war für uns neu und erstaunlich zu hören, wie die kleinen Strauße  schlüpfen,  nämlich indem sie mit dem Nacken die sehr stabile Eierschale durchbrechen. Frisch geschlüpfte Tiere durften sogar angefasst werden.

Wer wollte, besuchte noch das Straußenmuseum und genoss anschließend das hervorragende Straußenbüffet.

Weiter ging die Fahrt über Straße und Rheinfähre nach Linz. Dort war genügend Zeit für einen Stadtbummel durch die wunderschöne Altstadt und für Kaffee und Kuchen.

© AWO Ortsverein Stadtallendorf – Alle Rechte vorbehalten.
Die Fotos in diesem Beitrag wurden von Peter Schick zur Verfügung gestellt und unterliegen ebenfalls dem Copyright des AWO Ortsvereins Stadtallendorf.


03. Mai 2026 – Sonntagsspaziergang in Ziegenhain

Der Wallgraben, Bestandteil der ehemaligen Wasserfestung Ziegenhain, entstand im 11. Jahrhundert zur Sicherung eines Übergangs über die Schwalm. Die  Grafen von Cigenhagen“ wurden 1144 zum ersten Mal urkundlich genannt. 1275 erhielt Ziegenhain das Stadtrecht.

Nach dem Tod von Johann II., dem letzten Grafen von Ziegenhain, im Jahre 1450 fiel die Grafschaft und mit ihr die Stadt Ziegenhain an die Landgrafschaft Hessen. Graf von Ziegenhain ist bis heute Bestandteil der Titulatur im Haus Hessen.

Landgraf Ludwig II. von Hessen ließ die Burg in Ziegenhain 1470 zu einem Schloss umbauen. Sein Enkel Philipp I. ließ sie von 1537 bis 1548 zu einer Wasserfestung ausbauen. Diese galt bis zu ihrer von Napoleon verfügten Schleifung 1807 als hessische Hauptfestung.

Im Jahre 1538 trat in Ziegenhain auf Anregung des Straßburger Reformators Martin Bucer eine Versammlung zusammen, die 1539 die sogenannte Ziegenhainer Zucht- und Ältestenordnung beschloss. Mit dieser Kirchenzuchtordnung wurde die Konfirmation und das Amt des Kirchenvorstehers in der Landgrafschaft Hessen eingeführt.

Im Siebenjährigen Krieg musste die hessische Armee während des Vormarsches französischer Truppen die Festung Ziegenhain räumen. Bei einem missglückten hessischen Rückeroberungsversuch wurde 1761 die Festung in Brand geschossen und dabei wurden 47 Gebäude zerstört. Erst 1762 gelang die Rückeroberung.

Während der Zeit des napoleonischen Königreichs Westphalen (1807–1813) war Ziegenhain Hauptort des Kantons Ziegenhain und Sitz des dortige  Friedensgerichts. 1821 wurde Ziegenhain Kreisstadt des gleichnamigen Kreises. Bis 1943 bestand das Amtsgericht Ziegenhain.*)

*)Wikipedia