Auch in diesem Jahr hatten wir zum traditionellen Kräppelessen geladen. Ein voller Saal und ein gut gelauntes Publikum erwartete uns. Das Prinzenpaar, Christian I. und Jaqueline I. hatte sich angekündigt und begleitete mit seinem Hofstaat den Nachmittag. Das Tanzmariechen begeisterte wieder mit seiner akrobatischen Tanzeinlage. Und im weiteren Verlauf haben wir das Publikum mit einem bunten Faschingsprogramm überrascht. Wir hatten einen Saal lachender, singender und tanzender Gäste. Es war ein toller Nachmittag.
Wir bedanken uns bei Uschi Greher und Margot Eckel, Maria Petri und Renate Bachofner und bei Jutta Mann für ihre tollen Beiträge.
Das Naturschutzgebiet „Brielserlen“ besteht seit 1995. Es handelt sich um ein ehemaliges Kiesabbaugebiet, nach dessen Aufgabe vier größere durch Grund- und Niederschlagwasser gespeiste Stillgewässer entstanden. Das größte Gewässer ist der Erlensee. Er ist Ruhe- und Brutplatz für zahlreiche Vogelarten. Bertram Schaub informierte am Start die Gruppe zum Naturschutzgebiet und dann ging es in gemütlichem Tempo die rund 2 km lange Strecke um den See herum.
Mit einem gemeinsamen Mittagessen ließen wir die Wanderung ausklingen.
Gutes Essen in netter Gesellschaft, so verlebten Mitglieder unseres Ortsvereins den 3. Advent.
Das Programm am Nachmittag gestaltete Karin Kirchhain mit ihren Geschichten. Es waren winterliche Erzählungen, die uns von besonderen Menschen und wundersamen Begegnungen berichteten. So von der alten Frau am Meer in Husum, die ihr Haus ansteckte, um durch die lodernden Flammen die feiernden Leute am Strand auf die herandrohende Gefahr aufmerksam zu machen. Oder vom Kind, das Hilfe für seinen kranken Vater sucht und dabei dem „Sensemann“ begegnet, den das Kind aber so mit seinen Worten berührt, dass dem Vater nichts passiert und er wieder gesund wird.
Zum Schluss hörten wir die Geschichte von der Katze und der Maus.
Eine Katze und eine Maus schließen Bekanntschaft. Die Katze wirbt so lange um die Maus bis diese einwilligt, zusammen zu ziehen. Sie beschließen, für den Winter einen Vorrat anzulegen, damit sie nicht hungern müssen. Sie verstecken einen Topf voller Fett unter dem Altar der Kirche, der sicherste Ort wie es scheint. Die Katze möchte aber schon nach kurzer Zeit am Fett naschen. Sie gaukelt der Maus vor, sie wäre zur Taufe des Kindes ihrer Cousine eingeladen. Aber sie geht in die Kirche und macht sich über den Fettvorrat her. Dies wiederholt die Katze noch zwei Mal, bis der Topf leer ist. Als der Winter kommt, will die Maus mit der Katze den Vorrat holen. Jedoch der Topf leer. Die Maus verdächtigt sofort die Katze. Daraufhin packt die Katze ihre Gefährtin und verschlingt sie.
Musik und Gesang stimmten auf die Vorweihnachtszeit ein
von Klaus Böttcher
Einer guten Tradition folgend kamen zu Beginn der Adventszeit rund 100 Mitglieder des AWO-Ortsvereins zu einer Feier in die Stadthalle. Mit Musik und Gesang wurden die Besucher im vollbesetzten kleinen Saal, der mit viel Liebe geschmückt war, auf die Weihnachtszeit eingestimmt. Die stellvertretende Vorsitzende Nadine del Valle Vicente begrüßte für die erkrankte Vorsitzende die Gäste und freute sich, dass so viele Mitglieder gekommen waren.
Pfarrer Diethelm Vogel eröffnete den Veranstaltungsreigen mit nachdenklichen Worten zu schlimmen Problemen in dieser Zeit, aber es gebe auch schöne Abwechslungen wie der Besuch eines Weihnachtsmarktes. Mit einem Gebet und einem Gedicht übergab er das Wort an die Ehrengäste. Die Stadtverordnetenvorsteherin Ilona Schaub erklärte Advent bedeutet: WARTEN. Das könne recht lästig sein, zum Beispiel an der Supermarktkasse, aber in der Zeit vor Weihnachten wartet man gerne. Sie lobte die ehrenamtlich Aktiven des AWO-Ortsvereins für ihre vielseitige Arbeit zum Wohl aller Mitglieder. Für den erkrankten Bürgermeister sprach der erste Stadtrat Otmar Bonacker. Er schloss sich Schaubs lobenden Worten an. „Die Ehrenamtlichen der AWO leisten das ganze Jahr viel Gutes für die Stadt“, stellte er heraus. Voll des Lobes war auch Markus Schwab von der Sparkasse und der Kreistagsvorsitzende Detlef Ruffert. Anerkennung und Akzeptanz seien so wichtig wie ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen können, war ihr jeweiliges Resümee.
Den musikalischen Teil eröffnete der Maxi-Kinderchor aus Erksdorf unter der Leitung von Jessica Harris. Später kamen noch Sängerinnen vom Chor der Jüngsten dazu. Alle zusammen sangen voller Begeisterung weihnachtliche Lieder. „Wenn doch nur immer Weihnachten wäre“ schmetterten sie ebenso wie „Single Bell“. Großer Beifall dankte den Sängerinnen und Sängern.
Nach der Kaffeepause, bei der sich die Besucherinnen und Besucher den leckeren Kuchen schmecken ließen und Zeit für einen Kaffeeplausch hatten, kamen die Bläserinnen und Bläser der Stadtallendorfer Musikanten auf die Bühne. Sie hatten zur Freude der Gäste viel Puste, um eine lange Liedfolge weihnachtlicher Lieder zu spielen. Das reichte von „Süßer die Glocken nie klingen“ über „Leise rieselt der Schnee“ bis zum Klassiker „Oh du Fröhliche“ und alle waren aufgefordert mitzusingen.
Der Beruf des Nachtwächters kam mit dem Bestehen der ersten größeren Städte im Mittelalter auf. Er war nachts auf den Straßen und Gassen unterwegs und hatte für Ruhe, Sicherheit und Ordnung zu sorgen; im Sommer von 22.00 Uhr bis 3.00 Uhr und im Winter von 22.00 Uhr bis 4.00 Uhr. Er warnte die Bürger von Feuer und Feinden und sorgte dafür, dass Haustüren und Stadttore geschlossen waren. Vielfach war es auch seine Aufgabe, die Stunden anzusagen und wer kennt nicht das Lied:
„Hört, ihr Herrn, und lasst euch sagen: unsre Glock hat zehn geschlagen. Zehn Gebote setzt Gott ein; dass wir gehorsam sein! Menschenwachen kann nichts nützen; Gott muss wachen, Gott muss schützen. Herr, durch deine Güt und Macht gib uns eine gute Nacht!“
Zur typischen Ausrüstung eines Nachtwächters gehörten eine Stangenwaffe, eine Laterne und ein Horn. Obwohl er eine wichtige Tätigkeit in der Stadt ausübte, lebte er meist in sehr ärmlichen Verhältnissen.
Passend zum mittelalterlichen Thema hatten wir für das leibliche Wohl das Gasthaus „Zur Sonne“ in Marburg ausgewählt, ein historisches Gebäude, das 1569 gegründet wurde. Gestärkt trafen wir auf dem lutherischen Kirchhof unseren „Nachtwächter“, der uns mit Wissenswertem zu Marburg und Anekdoten unterhielt. Und wer Marburg kennt, der weiß, es geht treppab und treppauf, bergab und bergauf. Wir haben Gassen durchlaufen, die einige sicherlich bisher nicht gekannt haben.
Wir haben erfahren, dass seinerzeit jedes Haus einen eigenen Namen hatte und erst mit Einführung einer Brandversicherung die Häuser Hausnummern erhielten, um Verwechselungen zu vermeiden.
Wir haben erfahren, dass nicht jeder Geselle im Handwerk Meister werden konnte, da die Meistertitel in den Zünften begrenzt waren. Am ehesten ließ es sich Meister werden, wenn man die Witwe eines verstorbenen Meisters heiratete.
Wir haben erfahren, zu welchem Trick manch junge Dame gegriffen hat, um eine „gute Partie“ zu machen.
Auch zu Johann Heinrich Jung-Stillings Wirken in Marburg haben wir einiges erfahren, als wir vor dem Fachwerkhaus Hofstatt 11 in Marburgs Oberstadt standen. Jung- Stilling war Autodidakt. Nach der Schule war er als Lehrer tätig und arbeitete gleichzeitig in der Schneiderei seines Vaters. Später verließ er Marburg, kehrte dann 1787 als Professor für Ökonomie, Kameral- und Finanzwirtschaft zurück. Aber auch die Augenheilkunde interessierte ihn und so operierte er nach einem kurzen Medizinstudium viele Menschen am Grauen Star.
Der AWO Ortsverein war am 17. September 2025 einer Einladung in den Hessischen Landtag gefolgt. Die Resonanz von Seiten unser Mitglieder war so groß, dass wir in Stadtallendorf mit einem voll besetzten Bus starten konnten.
In Wiesbaden angekommen hatten wir ausreichend Zeit, so dass wir das vorzügliche Mittagessen in der Innenstadt genießen und den einen oder anderen Plausch halten konnten. Anschließend ging es gestärkt zu Fuß den kurzen Weg zum Landtag. Der Besuch startete mit einer Einführung über den Landtag, seine Zusammensetzung und seinen Aufgaben. Mit der Besichtigung des Plenarsaales konnten wir auch in natura einmal sehen, was wir sonst nur vom Fernsehen kennen. Eine Führung durch das Stadtschloss wurde durch geschichtliche Informationen ergänzt und ließ uns die prachtvollen Säle bewundern.
Das einstündige Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Sebastian Sack verging wie im Flug. Aktuelle Themen konnten gar nicht umfassend diskutiert werden, hierzu war die Zeit einfach zu kurz.
Eine informative Stadtführung mit dem Bus bis zum Schloss Biebrich und zur Nerobahn rundete den Tag ab, bevor es wieder heimwärts ging.
Einfach gesagt: es war ein schöner, gelungener Ausflugstag!
Bereits zum 2. Mal hatte der Ortsverein zum Oktoberfest eingeladen. Wieder hatten wir ein kleines Programm vorbereitet. So gab es zu Anfang eine kurze Geschichte über die Entstehung des Oktoberfestes bis zum heutigen Festgeschehen. Wer gut zuhörte, konnte anschließend auch die Fragen des Quiz beantworten und einen Gutschein in Empfang nehmen. Unter den richtigen Antworten zog unsere Glücksfee Birgit und Dieter Weyer, sowie Rudi Schediwy als Gewinnerin bzw. Gewinner.
Bevor es dann zum Essen ging, las Bernd Waldheim noch eine Geschichte vor, wie es eigentlich zur Weißwurst kam und wie sie richtigerweise zu verzehren ist. Auch zum Leberkäs gab es eine kleine informative Geschichte.
Und dann hieß es: „Auf zum Buffet und guten Appetit“!
Nun steht er, der neue Pavillon am AWO Altenzentrum. Nachdem der alte Pavillon abgerissen werden musste, weil das Holz morsch war, hat es einige Zeit gedauert, bis die Finanzierung für den neuen Pavillon stand.
Nunmehr haben die Bewohnerinnen und Bewohner ein schattiges, geschütztes Plätzchen, können das Geschehen vor dem Haus beobachten oder einen Plausch halten.
Der AWO Ortsverein hat dieses Projekt aus eigenen Vereinsmitteln, aber auch dank großzügiger Zuwendungen Dritter mitfinanzieren können.
Wir danken ganz besonders der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, die uns unbürokratisch mit einer höheren Zuwendung unterstützt hat.
Eine Reise mit Busfahrer Peter und Reiseleiterin Alexandra.
Tag 1:
Unser Aufenthalt startete mit einer Stadtführung in Pirna. Die Jahrhundertflut, die auch Pirna 2002 nicht verschonte, war die schlimmste Katastrophe in der Region seit Jahrzehnten. Die Hochwassermarkierungen beeindruckten uns mächtig.
Geschichten, die sich um die Stadt ranken, unterhielten uns auf angenehme Weise. Unter anderem lebte in der Barockzeit der berühmte venezianische Maler Bernardo Bellotto, genannt Canaletto in Pirna. Sein Ölgemälde „Der Marktplatz zu Pirna“ wird heutzutage durch mehr als 50 historisch gewandete Personen im Rahmen des Canaletto-Marktes immer wieder lebendig. Schaulustige dürfen nach der Inszenierung selbst Teil des Bildes werden.
Tag 2:
Am nächsten Tag folgte eine Romantikfahrt durch das Böhmische Elbtal, Hoher Schneeberg und zum Schloss auf der Ferdinandshöhe. Die Fahrt führte uns durch wunderschöne Landschaften mit tollen Aussichtspunkten über die Grenze nach Tschechien. Wir genossen ein böhmisches Mittagessen in einem wunderschönen Hotel.
Tag 3:
Der nächste Tag hieß „Sächsische Schweiz pur“. Das Highlight der Fahrt: Bastei und Königstein mit Reiseleiterin Susan
Das Kulturdenkmal Bastei wurde im Mittelalter als Festungsanlage genutzt. Das Hotel und die Aussichtsplattform kamen in den letzten Jahren hinzu. Tolle Felsformationen und eine grandiose Sicht auf majestätische Tafelberge und die Elbe begeisterten uns.
Durch eines der schönsten Täler der Sächsischen Schweiz, dem wildromantischen Kirnitzschtal, fuhren wir zur Festung Königsstein. Die 9,5 ha große Festungsanlage Königstein wurde auf einem Tafelberg errichtet. Im Zentrum der Anlage befanden sich Kasernen-Anlagen mit Nebengebäuden und Wohnungen sowie Versorgungsanlagen.
Oben bot sich ein Rundgang an, 1,3 km an der umfassenden Mauer entlang mit einer tollen Aussicht auf das Gelände und die Elbe.
Tag 4:
An diesem Tag unternahmen wir bei bestem Wetter eine Elbkreuzfahrt mit dem Raddampfer.
Die Elbschifffahrt führte stromaufwärts an Bastei und Festung Königstein vorbei bis nach Bad Schandau. Anschließend fuhren wir weiter zum Schloss Pillnitz. Eine wunderschöne Anlage mit Schlossgebäuden und Gartenanlagen gab es zu bestaunen.
Tag 5:
Auf der Rückfahrt gab es einen Stopp in Leipzig mit kleiner Stadtrundfahrt und Zeit, um die Stadt etwas auf eigene Faust zu erkunden.
„Romeo und Julia“, die wohl bekannteste Liebesgeschichte aller Zeiten von William Shakespeare
Nach einem guten Mittagessen in Hallenberg fuhren die Mitglieder des AWO Ortsvereins weiter zur Freilichtbühne. Die Bühne selbst bot einen tollen Anblick und bei herrlichem Wetter verfolgten sie die Geschichte zweier unsterblich ineinander verliebter Menschen. Doch die junge Liebe muss an den äußeren Umständen tragisch zerbrechen. Denn – die Familien von Romeo und Julia sind bis aufs Blut verfeindet und verstricken sich immer wieder in gewalttätige Auseinandersetzungen. Die anfängliche Verliebtheit und schnelle, geheime Hochzeit erfüllen das Paar mit den größten Glücksgefühlen, doch spätestens mit der Verwicklung Romeos in einen tödlichen Kampf und seiner anschließenden Verbannung aus der Stadt setzt sich eine unaufhaltsame Abwärtsspirale in Gang. Die beiden versuchen alles, um ihre Chance auf ein gemeinsames Leben aufrechtzuerhalten, doch müssen sie an der tiefen Spaltung ihrer Gesellschaft scheitern. Diese kann tragischerweise erst durch den Tod der jungen Menschen überwunden werden, wodurch die Liebe schließlich doch die Hoffnung auf Frieden zurückbringt.
Die Fotos wurden von Brigitte Fleer und Peter Schick zur Verfügung gestellt.